Pia Grambarts grinsende Kuh Marsha als Publikumsliebling

Die frech grinsende Kuh Marsha der Frankfurter Künstlerin Pia Grambart gewann 2013 bei einer Skulpturen-Ausstellung in Mörfelden-Walldorf zu Recht den beliebten Publikumspreis.

Die Künstlerin Pia Grambart, die ein Atelier in der Lorsbacher Straße 1 im Gallusviertel betreibt, präsentierte 2013 bei einer Freiluft-Ausstellung In Mörfelden bei Frankfurt den entzückten Besuchern verschiedene Tiere und Fabelwesen, darunter waren der kesse Hund Clive, das Monster Fred und das Schwein Petunia. Am besten gefiel dem begeisterten Publikum jedoch die Kuh Marsha, die frech grinsend und mit einem Bein die Hüfte stützend in den Bürgerpark blickte. Für diese Darstellung erhielt Pia Grambart den Publikumspreis.

Der künstlerische Werdegang dieser Künstlerin ist international geprägt. Nach der Schulzeit belegte Pia Grambart in Toronto Kurse in dem „Ontario College of Art”. Sie lebte und arbeitete in Toronto und Frankfurt, zwischenzeitlich aber auch in Paris und Tokio. In Frankfurt studierte sie Kunst und Kommunikationsdesign in der „Academy of Visual Arts” und später Aktzeichnen in der „Städel-Abendschule”.

Pia Grambart erklärte In Mörfelden nach der Ausstellung, warum sie am liebsten mit Tierfiguren arbeitet:

„Ich kann durch die Tiere Emotionen und Gefühle gut transportieren, weil Tierformen neutraler sind als Menschen.”

Die Figuren wirken humorvoll, fröhlich und skurril zugleich. Die Grundhaltung der Künstlerin zeugt von Optimismus. Kräftige Farben unterstreichen das noch und verleiten immer wieder zum Schmunzeln. Der jährliche Skulpturenpark In Mörfelden war wie geschaffen für Grambarts Figuren.

Der Skulpturenpark

Warum gerade Mörfelden? Die Doppelstadt Mörfelden-Walldorf hat sich im Laufe der Zeit einen guten Ruf als „Stadt der Skulpturen” erworben. In jedem Jahr gibt es im August im Bürgerpark eine Ausstellung. Von den Kunstwerken sind in beiden Ortsteilen über 30 verschiedene Werke namhafter Künstler als Leihgaben aufgestellt worden – auch mehrere Verkehrskreisel wurden mit Skulpturen bestückt, andere wurden von der Gemeinde nach-Ausstellungsende günstig erworben oder „geleast”.

Stahlskulptur in einem Verkehrskreisel in Mörfelden. (Foto: ES)

International erfolgreiche Bildhauer haben in der Vergangenheit bei der Ausstellung „Skulpturen im Park“ ihre Werke präsentiert, darunter Hans Steinbrenner, E. R. Nele, Vera Röhm oder Ottmar Hörl (Nürnberg). Andere Künstler kommen aus entfernten Orten wie Berlin, Hamburg, München oder sogar aus den USA.

Wie wichtig der Skulpturenpark von Mörfelden-Walldorf ist, zeigt ein Eintrag in der Internet-Enzyklopädie „Wikipedia”:

„Der Skulpturenpark zeigt zumeist eine bunte Mischung aus figurativer Kunst, abstrakter Kunst, Objekten und Installationen. Klassische Bildhauerei in Stahl und Bronze ist in der Regel ebenso vertreten wie Werke aus Holz, Keramik und Stein. Materialien wie Bambus, Beton oder Nylonstrumpfhosen verweisen auf Ausdrucksformen der Skulptur der Gegenwart.”

Die Freiluft-Ausstellung – 1998 von Otto Schaffner und einigen engagierten Mitstreitern ins Leben gerufen – bildet die Grundlage für die außergewöhnliche Rolle Mörfelden-Walldorfs als Skulpturenstadt. In der Doppelstadt stehen inzwischen die zweitmeisten modernen Kunstwerke an öffentlichen Wegen, in Parkanlagen und geeigneten Plätzen in ganz Deutschland – umgerechnet auf je 1000 Einwohner.