Katharina Wackernagel wird die Neue in „Hengasch“

„Mord mit Aussicht” war eine der erfolgreichsten Krimi-Serien der ARD. Nach 39 Folgen endete die schräge Comedy-Reihe 2014. Jetzt folgt eine Fortsetzung in neuer Besetzung mit Katharina Wackernagel.

Hengasch und seine Bewohner, das hatte schon was. Schräge Typen und skurille Fälle für Caroline Peters, Bjarne Mädel und Meike Droste im fiktiven Eifel-Örtchen. Natürlich alles ausgedacht und mit Witz erzählt, gesendet im Abendprogramm der ARD. Mord mit Aussicht hatte das Publikum sechs Jahre lang erfreut und die 39-teilige Serie zu einem Renner gemacht. Als am 16. Dezember 2014 die dritte Staffel mit einer Geisel-Befreiung und Entbindung in einer kleinen Waldhütte endete, hatten 6,75 Millionen Zuschauer diese letzte Folge mit dem Titel „Sophie kommet doch all“ eingeschaltet. 

Wie die ARD damals wohlgelaunt verriet, entsprach das einem Marktanteil von 21,4 Prozent. Angesichts der Einschaltquoten – für die Fernsehmacher das Maß aller Dinge – verkündete die ARD sogar voller Stolz, mit dieser dritten Staffel habe das Team aus Hengasch so viele Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern können wie nie zuvor. Durchschnittlich 6,52 Millionen hätten die Serie gesehen, und das entspräche einem Marktanteil von 20,9 Prozent. 

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehens, lobte die Serie damals über den grünen Klee: 

„Das ist ein toller Erfolg für das gesamte Team vor und hinter der Kamera, denn der ganz besondere Reiz und Witz von Mord mit Aussicht beruht auf einer hinreißenden Ensembleleistung.”

Gleichwohl wurde die Serie damals beendet, obwohl Caroline Peters (als Hauptkommissarin Sophie Haas), Bjarne Mädel (als Kommissar Dietmar Schäffer), Meike Droste (als Kommissarin Bärbel Schmied) sowie Petra Kleinert (als Schäffers Frau Heike) dem Ganzen ein unverwechselbares Gesicht gegeben hatten; interne Querelen um Gagen und Kürzung der Drehtage hatten das Ende beschleunigt, aber in zahlreichen Wiederholungen in den Dritten Programmen leben die absurd anmutenden Heimatgeschichten weiter, in denen sich auch schon mal eine Leiche im Radioteleskop von Effelsberg verfing. Andere Absonderlichkeiten sorgten ebenfalls für Vergnügen.

Die „Alten“ Caroline Peters, Meike Droste, Bjarne Mädel (Foto: Imago/Future Image)

Es dauerte sieben Jahre, ehe sich die ARD entschloss, noch einmal Nägel mit Köpfen zu machen. Anfang 2021 verkündete der Sender, die kreative Pause sei vorbei und  es werde eine Neuauflage geben, allerdings mit neuen Hauptfiguren. Katharina Wackernagel wird die Kommissarin Marie Gabler spielen, Sebastian Schwarz den Polizeiobermeister Heino Fuß. Die Rolle der Dritten im Bunde, Jennifer Dickel, wird Eva Bühnen übernehmen. Das neue Team trifft auf einige dem Publikum bereits bekannte Figuren, darunter Petra Kleinert als Heike Schaeffer, die wie gewohnt ihre Nase in alles steckt, Michael Hanemann als Ex-Revier- Leiter Zielonka, Felix Vörtler als Feuerwehrchef Arthur Brandt.

Im Radioteleskop von Effelsberg wurde eine Leiche gefunden. (Foto: Clipdealer)

Katharina Wackernagel ahnt indessen, dass es nicht leicht sein wird, das alte Team zu ersetzen. Über ihre Rolle sagt die 42-Jährige, die in der Verfilmung von Aenne Burdas Leben glänzte:

„Die Geschichten aus Hengasch weiter zu erzählen, ist wohl für jede Schauspielerin eine großartige Herausforderung. Wir treten in große Fußstapfen und die Erwartungen der Fans zu erfüllen, wird nicht leicht sein.”

ARD-Koordinator Jörg Schönenborn dankte Caroline Peters, Bjarne Mädel und Meike Droste, die die Serie mit ihren Figuren zum Erfolg geführt hätten und wünscht dem neuen Team um Katharina Wackernagel zugleich einen guten Start für die zunächst geplanten sechs Folgen, die im Frühjahr 2022 gesendet werden sollen. Ob das neue Mord mit Aussicht an das alte Format anknüpfen kann, das ist eine spannende Frage, die alle Fans bis zur ersten Sendung umtreiben wird. (mit ARD-Informationen)