Chruschtschows riskanter Plan

Der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita S. Chruschtschow überredete einst den legendenumwobenen Raumfahrt-Chefkonstrukteur Sergej Koroljow, in der nur für einen Kosmonauten konstruierten Wostok-Kapsel drei Männer fliegen zu lassen. Die geradezu abenteuerliche Idee wurde trotz anfänglicher Bedenken in die Tat umgesetzt, doch pikanterweise wurde Chruschtschow just zu dem Zeitpunkt aller seiner Ämter enthoben,  als das von ihm initiierte und umkonstruierte Raumschiff von Baikonur aus in den Himmel startete.

Aus dem kleinen Wostok-Raumschiff wurde die Woschod gebastelt… (Symbolfoto: Clipdealer)

Frühjahr 1964 in Moskau.  Sergej P.  Koroljow, dem Chefkonstrukteur der sowjetischen Sputniks und Wostok-Raumschiffe, verschlägt es schier die Sprache, als in seinem Büro das Telefon klingelt und sich auf der so genannten „Kreml-Leitung” Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow meldet. Das ist zwar an sich nichts Außergewöhnliches, denn zwischen dem Staatslenker einerseits und dem damals wichtigsten Leiter des UdSSR-Raumprogramms besteht im Zusammenhang mit der Entwicklung militärischer und ziviler Raketen stets Redebedarf. Was Koroljow jedoch geradezu entsetzt, ist die Forderung von Chruschtschow, in der Wostok-Kapsel, die für nur einen Kosmonauten konzipiert worden war, drei Mann fliegen zu lassen.

Ein Ding der Unmöglichkeit, widerspricht Koroljow zunächst, doch der Staatschef, der die Wirkung der sowjetischen Raumfahrterfolge jener Jahre zu schätzen weiß wie kaum ein anderer, beharrt auf seinem Wunsch. Und Koroljow beugt sich, so wie es im System damals üblich ist.

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Heesters Erzählungen von der verschwundenen „Fledermaus“

Johann Strauss (Sohn), der Walzerkönig von Wien, hat auch Die Fledermaus geschrieben – und das feurige „Musical” wurde auch vom Film schon oft (1923, 1931, 1933 und 1937) in verschiedenen Ländern adapiert.  Mit dem folgenden Beitrag hat Strauss, dessen in Wien stehendes Denkmal hier abgebildet ist, freilich nichts zu tun, gleichwohl ist es eine spannende Geschichte um seine Operette…

Ein Denkmal des Walzerkönigs Johann Strauss (Sohn) befindet sich im Wiener Stadtpark: (Foto: Clipdealer)

1944 verfilmte die Terra-Produktion das gute Stück wieder einmal,  diesmal mit Johannes Heesters und Marte Harell in den Hauptrollen. Doch der Farbfilm kam nicht mehr in die Lichtspielhäuser, das Kriegsende ließ auch diesen Film, wie so vieles andere, und im wahrsten Sinne des Wortes, in Schutt und Asche versinken.

Als die Operette im Februar 1950 in der Bundesrepublik gestartet wurde, erzählte Hauptdarsteller Johannes Heesters im Frankfurter Gloria-Palast – das Kino war zu dieser Zeit noch von der US-Armee für eigene Zwecke beschlagnahmt, wurde jedoch gelegentlich für Sondervorführungen freigegeben – den neugierigen Journalisten im Rahmen einer Pressevorführung eine interessante Geschichte über die Rettung des Films.

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Fußballstars beim mühseligen Zählen der Millionen

Dem Wahnsinn sind Tür und Tor geöffnet. Die internationalen Fußball-Klubs machen mit unvorstellbaren Summen Jagd auf die vermeintlich besten Spieler der Welt. Die Fußballtreter werden dabei mehr und mehr – und natürlich mit ihrem hoch vergütetem Einverständnis – zum handelbaren Gut. 

Unglaubliche Summen gehen im internationalen Profi-Fußball über den Tisch (Symbolfoto: Swift Publisher)

Juventus Turin kassierte  2016 für den Wechsel des 23 Jahre alten französischen Spielers Paul Pogba zu Manchester United sage und schreibe rund 120 Millionen Euro. Anfang August 2017 wechselte  der 25jährige Brasilianer Neymar für satte 222 Millionen Ablöse vom FC Barcelona zu Paris St. Germain,  juristische Scharmützel inbegriffen

Naive Betrachter werden vielleicht glauben, bei solchen gigantischen Transfersummem könne es sich keinesfalls um real vorhandenes Geld handeln, sondern nur um Monopoly-Spielscheine. Doch die genannten Summen sind keine Fiktion, sondern immer wieder neu bestätigte Nachrichten aus dem kapitalistischen Fußball-Alltag.

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