Französische Filmkomödien haben Charme und Charakter wie in den vergangenen Jahren unter anderen durch „Willkommen bei den Sch’tis“, „Ziemlich beste Freunde“, „Monsieur Claude und seine Töchter“ und „Birnenkuchen mit Lavendel” bewiesen wurde. Auch der zum Jahreswechsel spielende Film Wie ein Blitz vom Weihnachtshimmel reiht sich da ein. Ich war überrascht vom Witz dieser besinnlichen Liebesgeschichte, die in Wien und den Tiroler Bergen spielt und federleicht daherkommt. In der deutschen Vermarktung des Meteor-Verleihs lautet der Titel treffender Die Melodie der Liebe und wandelt zwischen heiteren und und ernsten Momenten, ohne die Balance zu verlieren. Eine Geschichte mit Tiefgang, in der selbst alte Sissi-Reminiszenzen vorkommen. Der Film vereint Elemente von Melodram und Komödie. Genau genommen ist es eine Liebesromanze.
Verschneite Idylle
Die Witwe und alleinerziehende Mélodie (Barbara Cabrita) läuft Gefahr, ihre Arbeit als Produktionsassistentin bei einem geplanten Weihnachtskonzert im Wiener Schloss Schönbrunn zu verlieren, weil sie durch eine Unachtsamkeit den engagierten Künstler vergrault hat. Um ihren Job und das Konzert zu retten, will sie als Ersatz den berühmten Pianisten Michael Grimaud (Lannick Gautry) für den Auftritt gewinnen; Grimaud aber hat vor Jahren seine Karriere aus enttäuschter Liebe beendet und führt ein Einsiedlerdasein in einer Berghütte, unwillig sich noch einmal in den Konzertsaal zu setzen.
Mélodie reist in das Dorf Puschberg in den Tiroler Bergen, wo sie in einer verschneiten Idylle auf kauzige Dorfbewohner, gezähmte Adler und Grimaud trifft. Sie erlangt sein Vertrauen, doch als sich Michael nach einem Missverständnis von ihr verraten fühlt, steht nicht nur Mélodies Karriere auf dem Spiel, auch die sich langsam entwickelnden Gefühle der beiden geraten durcheinander. Die mit den Schwiegereltern angereisten Kinder verkomplizieren die Situation. Doch wie in anderen Filmen auch: Ende gut, alles gut. Und aus meiner Sicht empfehlenswert!

Der Film erzählt die Geschichte auf französische Art, was Frankreichs Medien zu positiven Urteilen bewogen hat. „Wie eine Tasse Glühwein auf dem Marktplatz.” (Nouveaués Tele), „Wie kann man widerstehen, wenn der Zauber der Weihnacht versucht, zwei Charaktere mit diametral entgegengesetzten Temperamenten zusammenzubringen, die dennoch genauso fesselnd sind?” (Le Figaro Magazine), „Mit Schnee, musikalischen Elementen und einer Liebesgeschichte in der Mitte sind alle Zutaten für einen unvergleichlichen Weihnachtsfilm vorhanden, den man gemütlich im Warmen genießen kann. (Tele 7), „Eine bezaubernde romantische Komödie voller Magie.” (News actual).
PINNWAND: Die Melodie der Liebe (Originaltitel: Coup de foudre sur un air de Noël) ist ein französischer Spielfilm aus dem Jahr 2018, der in Deutschland von der Meteor-Film, Köln, im Fernsehen und über Verkauf von DVDs und Streaming-Dienste vertrieben wird. - Regie: Alexandre Laurent - Drehbuch: Morgan Spillemaecker, Mathieu Le Picard - Darsteller: Barbara Cabrita (Mélodie), Lannick Gautry (Michael Grimaud), Brigitte Fossey (Schwiegermutter Monique), Ilys Barrilot (Tochter Emma), Didier Flamand (Michaels Freund Christian).
