Im Land der Kannenbäcker

Auf Jahrmärkten jeder Art sind an den Buden oder Verkaufsständen eine Vielzahl von Äppelwoi-Bembeln und Krügen in ihrer typischen grau-blauen Farbe zu entdecken. In Baumärkten finden sich neben Blumenkübeln aus Plastik auch bessere (und teurere) Exemplare aus Ton. In Geschäften und Supermärkten werden schön gestaltete „Römertöpfe” und diverse Gefäße in allen möglichen Farben feilgeboten.

Kunsthandwerk im Land der Kannenbäcker. (Foto: Clipdealer)

Auf der Dippemess’ in Frankfurt frage ich einen Händler nach der Herkunft seiner Waren. „Einiges stammt aus dem Kannenbäckerland”, sagt der Mann, „das meiste aber wird inzwischen an verschiedenen anderen Standorten industriell hergestellt.” Aus diesem Grund hat das „Kannenbäckerland” an Bedeutung verloren.

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Herr Drais baut erstes „Laufrad“

Zweihundert Jahre Fahrrad im Jahr 2017!  Das Jubiläum lädt natürlich dazu ein, einige Aspekte dieses „Fortbewegungsmittels“ zu beleuchten, das zu einer ganz großen Erfolgsgeschichte geworden ist, besonders für Fahrten zur Arbeit oder Familienausflüge. Es war ein gewisser Freiherr Karl von Drais, der 1817 das so genannte Laufrad erfand – ein Monstrum, bestehend aus einem massiven Holzkonstrukt mit zwei Rädern, dessen Antrieb aus nichts anderes bestand als den eigenen Beinen. 

Ausflug ins Grüne: Das Fahrrad gehört heutzutage zum allgemeinen Familiengut. (Foto: Clipdealer)

Mit seinen Füßen musste sich der Fahrer immer wieder vom Boden abstoßen, um überhaupt vorwärts zu kommen. Pedale hatte das mit eigener Kraft zu bewegende „Fahrrad” (noch) nicht. Immerhin schaffte es der damals 32 Jahre alte Freiherr, am 12. Juni 1817 vierzehn holprige Kilometer zwischen Mannheim und Schwetzingen in einer Stunde zurückzulegen.

Nach ihrem Erfinder wurde das Laufrad fortan „Draisine” genannt, doch so recht konnte sich die eigentlich revolutionäre Erfindung nicht durchsetzen. Das seltsam anmutende Gefährt blieb lange ein Spielzeug für gut Betuchte, die Bedeutung für die Mobilität der Menschen wurde nicht erkannt. Und auch Freiherr Drais erlebte den späteren Siegeszug seiner Erfindung nicht mehr, vielmehr verstarb er 1851 in völliger Armut.

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Fußballstars beim Geldzählen

Dem Wahnsinn sind längst Tür und Tor geöffnet. Die internationalen Fußball-Klubs machen mit unvorstellbaren Summen Jagd auf die vermeintlich besten Spieler der Welt. Die Fußballtreter werden dabei mehr und mehr – und natürlich mit ihrem hoch vergütetem Einverständnis – zum handelbaren Gut. 

Unglaubliche Summen gehen im internationalen Profi-Fußball über den Tisch (Symbolfoto: Swift Publisher)

Juventus Turin kassierte  2016 für den Wechsel des 23 Jahre alten französischen Spielers Paul Pogba zu Manchester United sage und schreibe rund 120 Millionen Euro. Anfang August 2017 wechselte  der 25jährige Brasilianer Neymar für satte 222 Millionen Ablöse vom FC Barcelona zu Paris St. Germain,  juristische Scharmützel inbegriffen

Naive Betrachter werden vielleicht glauben, bei solchen gigantischen Transfersummem könne es sich keinesfalls um real vorhandenes Geld handeln, sondern nur um Monopoly-Spielscheine. Doch die genannten Summen sind keine Fiktion, sondern immer wieder neu bestätigte Nachrichten aus dem kapitalistischen Fußball-Alltag.

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