Herr Ruesch schreibt Romane über Rennfahrer und Eskimos

Der Schweizer Hans Ruesch schrieb aus eigenem Erleben über das aufregende Leben von Autorennfahrern, erhielt viel Lob für einen Roman über Eskimos und widmete sich in seine späten Lebensjahren dem Kampf gegen die Pharma-Industrie. Und es ist ja immer wieder faszinierend, in den Bücherregalen auf einen Roman zu stoßen, von dem man in längst vergangenen Tagen höchst gefesselt und fasziniert war. Beim Aufräumen im Keller fand ich dieser Tage das Taschenbuch mit dem schlichten Titel „Rennfahrer” von Hans Ruesch – eine dicht geschriebene Erzählung aus der schillernden und hektischen Welt der Autorennfahrer. 

Armaturen und Zielflaggen im Blick… (Foto: Clipdealer)

Der in Neapel geborene Schweizer Ruesch war selbst Rennfahrer, nahm an über einhundert Wettbewerben teil, gewann 27 Rennen (darunter 13 Bergrennen) sowie die Großen Preise von Finnland, Bukarest und Donington. Als junger Mann hatte er zwei Automobil-Weltrekorde aufgestellt und sich auch als Bobfahrer für die Schweiz betätigt. Seine Gegner hatten klangvolle Namen, zu ihnen zählten Legenden wie Rudolf Caracciola, Achille Varzi, Tazio Nuvolari, Bernd Rosemeyer, Manfred von Brauchitsch, Hans Stuck, Guiseppe Farina – allesamt Männer, die zu ihrer Zeit Automobilsport auf höchsten Niveau betrieben und in den Annalen des Rennsports an vorderster Stelle stehen.

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Radio Beromünster war eine Institution auf Mittelwelle 531

Der Schweizer Landessender Beromünster spielte im Zweiten Weltkrieg als unabhängige und neutrale Stimme eine wichtige Rolle. Ein Rückblick in eine vergangene Rundfunkwelt, die heutzutage mit modernsten Mitteln der Digitalisierung fortgeführt wird.

Beromünster funkte neutrale Nachrichten nach ganz Europa (Symbolfoto: SP)

Eine Ausstellung betagter Radios in Kelsterbach bei Frankfurt am Main – verbunden mit einer großen Sammlerbörse – weckte in diesen Tagen bei mir Erinnerungen an die Frühzeit des Rundfunks, als man das Gefühl hatte, mit den „Dampfradios” ferne und fremde Welten erkunden zu können. Die leuchtenden Skalen mit berühmten Städten wie Tokio, Rom, London, Moskau, Paris oder New York waren damals schon aufregend genug, aber auch Namen wie etwa Sottens, Kalundborg, Bari, Hörby, Hilversum, Sundsvall, Daventry, Monte Ceneri und Beromünster faszinierten.

Und dieses Beromünster ist eine Legende! Den Schweizer Landessender hörte ich selbst erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg, und da war mir noch nicht bewußt, welche Rolle er in den Jahren zuvor gespielt hatte. Das erfuhr ich erst später, als ich mich etwas genauer über die Geschichte der Station informierte. Im Kanton Luzern war 1931 der Betrieb aufgenommen worden. Der Sender galt in der deutschsprachigen Schweiz schnell als Synonym für „guten Rundfunk“ schlechthin. Zuverlässige Nachrichten und interessante Kultur- und Unterhaltungsangebote waren das Kernstück. Das redaktionelle Bemühen um Qualität war stets spürbar. Bald wurde dem Sender jedoch ungewollt eine außergewöhnliche Rolle zuteil.

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Tödliche Abstürze bei der Erstbesteigung des Matterhorns

Vor über 150 Jahren wurde der legendäre Bergriese Matterhorn nahe der schweizerischen Gemeinde Zermatt erstmals von einer Bergsteiger-Gruppe  bezwungen. Was am 14. Juli 1865 zunächst wie ein großer Triumph der Bergsteiger aussah, endete beim Abstieg mit einer Tragödie. Vier der sieben Bergsteiger verloren ihr Leben, als sie nach einem Seilriss abstürzten. Das erbitterte Wettrennen um die Erstbesteigung des Matterhorns hatte seine ersten Opfer gefordert, denen freilich noch unzählige folgen sollten. In den Jahren seit der Erstbesteigung wurden über 500 tödliche Unfälle gezählt…

Wälder, Wiesen und dahinter: Der Berg! (Foto: Clipdealer)

Das Matterhorn steht in den Walliser Alpen zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia. Die Ost-, Nord- und Westwand liegen auf schweizerischem Gebiet, die Südwand in Italien. Weil eine italienische Gruppe um den Bergführer Jean-Antoine Carrel über die italienische Seite aufzusteigen versuchte, wurde der Engländer Edward Whymper, der schon lange vom „Sieg” am Matterhorn träumte, zur überhasteten Eile angetrieben. Überhastet bildete er im schweizerischen Zermatt eine illustre Siebener-Seilschaft mit ihm selbst, dem Bergführer Michel Croz aus Chamonix, den Briten Charles Hudson, Lord Francis Douglas und Robert Hadow sowie den einheimischen Bergführern Peter Taugwalder (Vater) und Peter Taugwalder (Sohn).

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