Spektakel über Kopfsteinpflaster

Paris- Roubaix ist ein berühmtes Profi-Radrennen! Warum? Weil nicht nur über asphaltierte Straßen, sondern auch über extrem schwieriges Kopfsteinpflaster gefahren wird, sodass diesen Klassiker eine ganz besondere Aura umgibt. Obwohl das April-Rennen immer noch offiziell als „Paris-Roubaix” firmiert, beginnt das Spektakel schon seit 1977 in Compiègne (rund 80 Kilometer nördlich von Paris), und hat seit langem in den Medien den martialischen Beinamen „Hölle des Nordens” erhalten.

Immer wieder über Kopfsteinpflaster. (Foto: Clipdealer)

Ein höchst zweifelhafter Begriff, bezieht er sich doch ursprünglich auf die in dieser Region erbittert geführten Schlachten des Ersten Weltkrieges mit Tausenden von Toten und Verletzten. Auch wenn das Rennen härteste Anforderungen an Mensch und Material stellt, verbietet sich eigentlich die medial-griffige Bezeichnung von der „Hölle des Nordens”. Daran ändert auch nichts, dass der Wettbewerb von brutaler Machart ist. Mit den Schrecken des Krieges ist er gleichwohl nicht zu vergleichen. Der Autor gesteht freilich, in früheren Jahren den Begriff gedankenlos ebenfalls benutzt zu haben.

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Karl von Drais baut erstes Laufrad

Zweihundert Jahre Fahrrad im Jahr 2017!  Das lädt dazu ein, einige Aspekte dieses Fortbewegungsmittels zu beleuchten, das zu einer ganz großen Erfolgsgeschichte geworden ist, besonders für Fahrten zur Arbeit oder Familienausflüge. Es war ein gewisser Freiherr Karl von Drais, der 1817 das so genannte Laufrad erfand – ein Monstrum, bestehend aus einem massiven Holzkonstrukt mit zwei Rädern, dessen Antrieb aus nichts anderes bestand als den eigenen Beinen.

Ausflug ins Grüne: Das Fahrrad gehört heutzutage zum allgemeinen Familiengut. (Foto: Clipdealer)

Mit seinen Füßen musste sich der Fahrer immer wieder vom Boden abstoßen, um überhaupt vorwärts zu kommen. Pedale hatte das mit eigener Kraft zu bewegende „Fahrrad” (noch) nicht. Immerhin schaffte es der damals 32 Jahre alte Freiherr, am 12. Juni 1817 vierzehn holprige Kilometer zwischen Mannheim und Schwetzingen in einer Stunde zurückzulegen.

Nach ihrem Erfinder wurde das Laufrad fortan „Draisine” genannt, doch so recht konnte sich die eigentlich revolutionäre Erfindung nicht durchsetzen. Das seltsam anmutende Gefährt blieb lange ein Spielzeug für gut Betuchte, die Bedeutung für die Mobilität der Menschen wurde nicht erkannt. Und auch Freiherr Drais erlebte den späteren Siegeszug seiner Erfindung nicht mehr, vielmehr verstarb er 1851 in völliger Armut.

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