Alte Fußballliebe FSV Frankfurt

Der FSV Frankfurt – ein Verein mit sehr bewegter Vergangenheit – ist 2016 aus der Zweiten Fußball-Bundesliga abgestiegen und kickte eine Saison in der Dritten Liga; dort ging es weiter abwärts, bis die Fußballabteilung Insolvenz anmelden musste. Das bedeutet Neuanfang in der Regionalliga und ist bitter für den Traditionsverein aus dem Frankfurter Stadtteil Bornheim und genauso unerfreulich für die Fans. Schließlich hat jeder Anhänger seine Lieblingsvereine: Die „Löwen” aus München zum Beispiel, die „Clubberer” aus Nürnberg, oder halt den Fußballsportverein, der einst in der Süddeutschen Oberliga eine beachtliche Rolle spielte.

Der Ball flog zu oft in das FSV-Netz. (Symbolfoto: Clipdealer)

Auch das Herz des Autors schlägt für eben diesen FSV. Mit Freude erinnere ich mich an alte Zeiten, Jahrzehnte zurück… Als Bub tippelte ich oft von Sachsenhausen, dem südlichen Frankfurter Stadtteil, zum Bornheimer Hang, was ein ziemlich weiter Weg war, aber ich wollte das Geld für die Straßenbahn sparen.

Am Hang, wie das Stadion kurz genant wurde, hatten es mir drei Spieler angetan, die Ende der Vierziger, Anfang der Fünfziger Jahre Jahre bei den Blau-Schwarzen spielten. Das waren der ehemalige Nationaltorhüter Willibald Kreß, der Stürmer Richard Herrmann und Mittelläufer Heiner Dietsch. Sie alle interessierten mich aus ganz unterschiedlichen Gründen, sowohl was ihre sportlichen Leistungen als auch ihre persönliche Vita betraf.

Weiterlesen

Leckere Nürnberger Spezialitäten

Nürnberg, die fränkische Metropole mit ihrem mittelalterlichem Charme, glänzt nicht nur mit der Kaiserburg als Touristenattraktion, sondern hat auch noch viel anderes zu bieten. Kulinarisch gesehen sind die Rostbratwürstchen im Weck ebenso beliebt wie zur Weihnachtszeit die schmackhaften Lebkuchen samt Christstollen auf dem Christkindlesmarkt.

Die Kaiserburg in Nürnberg ist eine touristische Attraktion. (Foto: Clipdealer)

Einige bekannte Spielzeug-Manufakturen peppen das Image der Stadt auf, das wegen der Vergangenheit mit den „Rassegesetzen” und diversen Nazi-Massenaufmärschen auf dem  „Reichsparteitagsgelände” lange Zeit schwer angeschlagen war. Mit einem Dokumentationszentrum und informativen Führungen wird dieser Teil einer unrühmlichen Stadtgeschichte intensiv aufgearbeitet.

Weiterlesen

Schnapsidee auf Fußballtrikot

Wer heutzutage auf die Leibchen der Bundesliga-Profis schaut, sieht sich mit einer Vielzahl von Namen aus der Internationalen und deutschen Wirtschaftswelt konfrontiert; mit der Zahlung erheblicher Summen an die Fußballklubs hoffen die Firmen bei Zuschauern im Stadion, bei TV-Übertragungen oder via Zeitungs- und Internetfotos Aufmerksamkeit zu erreichen. Klappern gehört in der Branche zum täglichen Handwerk. Marketing ist das simple Schlüsselwort für die Werbestrategen. Und so sind Fußballklubs beliebte „Multiplikatoren“ für die Reklamebotschaften.

Das ungewohnte Bild eines werbefreien Fußballers. (Symbolfoto: Clipdealer)

Das Spektrum reicht von einer arabischen Fluggesellschaft (Hamburger SV) bis hin zum Fensterbauer (FSV Mainz 05). Außerdem buhlen fünf Getränke- oder Lebensmittelbetriebe um potentielle Kunden (1. FC Köln, Werder Bremen, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, SC Freiburg). Außerdem sind Softwarekonzerne (TSG Hoffenheim, SV Darmstadt 98), Energierriesen (Borussia Dortmund, Schalke 04) und Versicherungen (FC Augsburg, Bayer Leverkusen) im Geschäft. Je ein Telefonanbieter (Bayern München), Buchmacher (Hertha BSC), Kreditinstitut (Borussia Mönchengladbach), Autohersteller (VfL Wolfsburg) sowie ein Elektronik-Händler (FC Ingolstadt) vervollständigen das Bild in der ersten Bundesliga.

Viele Jahre sind vergangen, und manche Jüngere erinnern sich kaum noch daran, wie das vor über 40 Jahren alles begonnen hat. Es herrschte jedenfalls helle Aufregung, als der niedersächsische Verein Eintracht Braunschweig unter der Regie von Kräuterschnaps-Brenner Mast 1973 nach einigen Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Fußball-Bund die Trikotwerbung mit dem Schriftzug „Jägermeister” etablierte.

Weiterlesen

Geld zählen mit Paul Pogba

Ohne alle Grenzen, so scheint es. Dem Wahnsinn scheinen Tür und Tor geöffnet. Die Klubs der obersten englischen Fußballliga kaufen mit geradezu unvorstellbaren Summen die besten Spieler der Welt zusammen. Befeuert wird die Kauflust vom Konkurrenzkampf britischer TV-Medien. Grundlage für die Transfer-Wut ist ein Anfang 2015 geschlossener Dreijahresvertrag der Premier League mit den Fernsehsendern Sky und British Telecom (BT).

Ablösesummen und Gehälter werden immer gigantischer. (Foto: Swift Publisher)

Der Vertrag bringt der Liga ab der Saison 2016/17 pro Spielzeit knapp 2,3 Milliarden Euro. Die Summe zeigt neben der wachsenden Popularität des englischen Fußballs auch den knallharten Konkurrenzkampf um die Rechtepakete zwischen dem marktbeherrschenden Pay-TV-Sender Sky von Rupert Murdoch und BT Sport, einem neuen Wettbewerber der British Telecom.

Die britische Kauflust hat auch Auswirkungen auf die Fußball-Bundesliga. Zuletzt wechselten Levoy Sané (Schalke 04) für 50 Millionen Euro zu Manchester City, Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund) für 27 Millionen ebenfalls zu den Citizens und Henrikh Mchitarjan (Dortmund) für 42 Millionen zu Manchester United. Die genannten Beträge sind schwindelerregend, und der naive Betrachter kann leicht zu der Schlussfolgerung verführt werden, bei solchen Transfersummem könne es sich keinesfalls um real vorhandenes Geld handeln, sondern nur um Monopoly-Spielscheine. Doch die genannten Irrsinnssummen sind keine Fiktion, sondern Nachrichten aus dem kapitalistischen Alltag.

Weiterlesen

Ballbesitzfetischist Guardiola

Pep Guardiola, katalanischer Fußballtrainer, gilt derzeit als Maß der Dinge im Übungsleiter-Gewerbe. Mit 21 Titelgewinnen (FC Barcelona und Bayern München) innerhalb von nur sieben Jahren ist Guardiola der effektiveste Trainer der Gegenwart. Doch es wäre ein falscher Ansatz, Guardiolas Arbeit nur auf Titel zu reduzieren. Als der Trainer einmal nach seinen Antriebskräften gefragt wurde, berief er sich nicht auf die vielen gewonnenen Trophäen, sondern sagte:

„Mein Traum ist, mit meinen Spielern neue Ideen zu entwickeln und ganz neue Sachen auszuprobieren.”

Das klingt, und da sind wir der Wahrheit wahrscheinlich ganz nahe, nach dem Traum vom perfektem Fußball. Den wird es natürlich nie geben, weil die Unwägbarkeiten des Spiels dem entgegenstehen. Das trifft auch auf den Guardiola-Stil zu, der bei aller Faszination wegen der nicht enden wollenden Ballstafetten schnell langweilig wirkt.

Guaridola hat eigenen Ansichten vom modernen Fußball. (Foto: Clipdealer)

Das System mit seinen ausgetüftelten Laufwegen und Passfolgen hat Schwächen, vor allem gegen extrem defensiv eingestellte Gegner. Doch Guardiolas Philosophie bleibt davon unberührt:

Um gut zu spielen, muss man den Ball haben. Ohne Ballbesitz geht es nicht.”

In der konsequenter Anwendung des „Ballbesitz-Fußballs” sieht Guardiola (gegenwärtig) den Schlüssel zum Erfolg, was sich bei seinen zwei bisher trainierten Klubs eindrucksvoll bestätigt hat. Um wirklich erfolgreich zu sein, braucht es allerdings auch anderer Komponenten. Zum Beispiel: Glück! Das hatte Guardiola insofern, als er auf seiner ersten Arbeitsstelle am Camp Nou in Barcelona auf eine Heerschar der begabtesten Zauberkünstler der Welt traf.

Weiterlesen