Klatsch und Tratsch unter den Dächern von Aldenberg

Unter den Dächern der fiktiven Kleinstadt namens Aldenberg in Oberbayern spielt der heitere und lesenswerte Roman „Es bleibt natürlich unter uns“ von Horst Biernath. Das interessante Milieu, in dem  das Geschehen spielt, ist ein kleiner, lokaler Zeitungsbetrieb. 

Klatsch und Tratsch bleibt natürlich unter uns… (Foto: Swift Publisher)

Dieser Tage ist mir das Taschenbuch wieder einmal in die Hände gefallen. In der eher beschaulichen und fiktiven Kleinstadt läßt Horst Biernath (1905-1978) darin auf unnachahmliche Weise das „Sittenbild” einer Kleinstadt lebendig werden. Ich beginne in dem schmalen Buch zu blättern, und bin bald vertieft in das Geschehen. Die Figuren werden lebendig und fesseln von der ersten bis zur letzten Seite. Skurrile Geschehnisse reihen sich aneinander, die Menschen scheinen Gestalt anzunehmen und lösen  nachdenkliches Schmunzeln oder gar herzhaftes Lachen aus.

Weiterlesen

Mittelalterliches Nürnberg bietet kulinarische Köstlichkeiten

Nürnberg, die fränkische Metropole mit ihrem mittelalterlichem Charme, glänzt nicht nur mit der Kaiserburg als Touristenattraktion, sondern hat auch noch viel anderes zu bieten. Kulinarisch gesehen sind die Rostbratwürstchen im Weck ebenso beliebt wie zur Weihnachtszeit die schmackhaften Lebkuchen samt Christstollen auf dem Christkindlesmarkt. 

Die Kaiserburg in Nürnberg. (Foto: Clipdealer)

Einige bekannte Spielzeug-Manufakturen peppen das Image der Stadt auf, das wegen der Vergangenheit mit den „Rassegesetzen” und diversen Nazi-Massenaufmärschen auf dem  „Reichsparteitagsgelände” lange Zeit schwer angeschlagen war. Mit einem Dokumentationszentrum und informativen Führungen wird dieser Teil einer unrühmlichen Stadtgeschichte intensiv aufgearbeitet.

Wie oft bin ich hier auf der Fahrt in den Süden schon vorbei gefahren, wie oft habe ich Station gemacht? Sicher unzählige Male. Die alte fränkische Reichsstadt liegt verkehrsgünstig. Hier kreuzen sich die Autobahnen, die aus Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland kommen und in Richtung München und Wien weiterführen. Als es noch keine dieser Schnellstraßen gab, war Nürnberg gleichwohl bereits Schnittpunkt von Handels- und Gewürzstraßen, was der Stadt in vielerlei Hinsicht zum Vorteil gereichte.

Weiterlesen

Zwei bayerische Herzöge sorgen im Jahr 1516 für giftfreies Bier

Wer heutzutage durch die Getränkeabteilung eines Supermarkts schlendert, wird förmlich erschlagen von der Vielzahl der dort feilgebotenen Biere. Doch in Wahrheit umfasst das Angebot nur einen Bruchteil der vorhandenen Sorten, denn insgesamt wird die Zahl allein der deutschen Biere auf rund 5000 veranschlagt. Obwohl in Deutschland gebrautes Bier nur drei Zutaten plus Hefe enthalten darf, nämlich Wasser, Malz (Gerste/Weizen) sowie Hopfen, ist diese Vielfalt sehr beachtenswert. Sie kommt vor allem zustande, weil neben der fachlichen Kompetenz des Braumeisters die Qualität des Wassers und die verwendeten Hopfensorten eine entscheidende Rolle spielen. Heutzutage reift aus den vier vorgegebenen Ingredienzen Bier von hoher Qualität. Das war freilich nicht immer so.

Zwei kühle „Blonde“. (Foto: Swift Publisher/Stör)

Vor über 500 Jahren, am 23. April 1516, sahen sich die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt jedenfalls veranlasst, dem Wildwuchs beim Brauen mit einem so genannten „Reinheitsgebot“ Einhalt zu gebieten. Weil allenthalben kräftig gepanscht wurde, schwebte so mancher passionierte Biertrinker in Lebensgefahr, ohne es auch nur zu ahnen.

Weiterlesen

Sechs rätselhafte Morde auf dem Einödhof Hinterkaifeck

Auf dem Bauernhof Hinterkaifeck in der Nähe von Schrobenhausen wurden am Abend des 31. März 1922 sechs Menschen brutal ermordet, darunter waren zwei Kinder. Bis auf den heutigen Tag steckt dieses Verbrechen voller Rätsel. Obwohl es zahlreiche Verdächtige gab, konnte dieser Massenmord nicht aufgeklärt werden. Eine entscheidende Rolle bei der Nichtaufklärung dürfte gespielt haben, dass viele der technischen Hilfsmittel fehlten, die heute zum täglichen Handwerkszeug der Polizei gehören.  

Düsternis eines Einödhofes wird von der einsamen Scheune symbolisiert. (Foto: SP)

Die Mordopfer waren der 63 Jahre Bauer Andreas Gruber, seine Ehefrau Cäzilia Gruber, die 35 Jahre alte verwitwete Tochter Viktoria Gabriel, deren Kinder Cäzilia (sieben Jahre alt) und Josef (zweieinhalb Jahre alt) sowie die ledige Dienstmagd Maria Baumgartner, die gerade erst ihren Dienst angetreten hatte.

Über den Fall und die Hintergründe der Morde gibt es zahlreiche Spekulationen und Veröffentlichungen. Inzwischen hat sich die Meinung verfestigt, dass es sich keineswegs – wie anfangs vermutet – um einen Raubmord gehandelt hat, sondern persönliche Rachemotive eine Rolle spielten. Nach heutigem Verständnis wurden die Untersuchungen nicht mit letzter Konsequenz geführt.

Weiterlesen