Lokalbahn nach Offenbach

Im dichten Frankfurter S-Bahn-Netz gibt es an der Mühlbruchstrasse die Station „Lokalbahnhof”. Sie erinnert an den alten Haltepunkt, der bis 1955 die Städte Frankfurt und Offenbach verband. Vom alten Bahnhof selbst ist dort nichts mehr zu sehen; heute steht hier ein Geschäftsgebäude, Gleise der Straßenbahn befinden sich an jener Stelle, an der das Abfertigungsgebäude stand.

Mit der Dampflok unterwegs zwischen Frankfurt und Offenbach (Foto: Swift Publisher)

An der nahen Kreuzung treffen Darmstädter Landstrasse, Textor- und Dreieichstrasse aufeinander. Eine Gaststäte trägt ebenfalls den Namen Lokalbahnhof. Auf der anderen Straßenseite ist immer noch das altehrwürdige Harmonie-Kino in Betrieb. Verschüttete Erinnerungen an Sachsenhausen werden wach, als ich dieser Tage hier vorbeigehe…

Ende Februar 1944 bin ich zum ersten Mal mit der Bahn gefahren, wenige Groschen hat es gekostet, ich musste für meine Eltern einen wichtigen Brief auf einem Amt in Offenbach abgeben. Es war meine erste Bahnreise in die nahe, fremde Stadt. Der dortige Endpunkt befand sich am Dreieck der Dom-, Bahnhof-, Kaiserstraße, heute verläuft dort die Berliner Straße.

Unterwegs hat die Lokalbahn inmitten der prächtigen, weitläufigen Gärtnereien von Oberrad angehalten. Das merke ich mir, denn einige Tage später, es ist Anfang März, fahre ich – diesmal nur zum Vergnügen – wieder mit der Lokalbahn und steige an der Haltestelle Oberrad aus. Von dort aus ist es zu Fuß nicht weit an das Mainufer. Dort haben einige Frankfurter Rudervereine ihr Domizil, es sind freilich kaum Boote auf dem Wasser, die meisten Sportler sind als Soldaten im Kriegseinsatz.

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Erinnerungen an Paul Kemp

Charakterkomiker – das ist die wohl treffendste Einordnung eines Mannes, der in Filmen und auf der Bühne stets mit leisen Tönen agierte, gleichwohl (oder gerade deswegen) ein breites Publikum für sich einnahm. Sein Name ist Paul Kemp. Als ich vor einiger Zeit für den Bericht über die „Jazzlegenden im Althoff-Bau” in alten Zeitungen recherchierte, stieß ich auf den Namen dieses Schauspielers, der in der Vor- und Nachkriegszeit in vielen deutschen Filmen mitwirkte, ohne aber je zum ganz großen Star zu avancieren. In einer kleinen Annonce warb Franz Althoff für eine Weihnachtsaufführung des Theaterstückes „Der keusche Lebemann” mit Kemp in der Hauptrolle.

Paul Kemp (rechts) auf einem Filmbühne-Programm. (Foto: Filmverlag Unucka)

Bereits wenige Monate zuvor war ich dem Schauspieler begegnet, als im August 1951 im Frankfurter Turmpalast der Film „Mutter sein dagegen sehr” uraufgeführt wurde. Dazu lud Pressechef Schneider von der Verleihfirma Siegel-Monopol auch journalistisch noch eher unbeschriebene Mitarbeiter von Schülerzeitschriften zum offiziellen Pressegespräch mit den Darstellern ein, immerhin spielten Kinder und Heranwachsende eine zentrale Rolle in dem Film. Kemp war im Umgang zuvorkommend, kümmerte sich freundlich um die jungen „Schreiberlinge”, unter denen sich auch der Autor dieses Beitrages befand. Für uns Jung-Reporter war das eine angenehme Erfahrung, gehörte doch der Schauspieler zu jenen, die man damals schon allgemein als prominent einstufte.

Nur noch wenige Menschen werden sich an den pfiffigen Charakterkomiker erinnern, Ältere mögen das Bild des kauzigen Mannes schärfer vor Augen haben. Kemp agierte bei seinen Darstellungen mit leisen Tönen und sein charmantes Lächeln gepaart mit verhaltenem Witz rettete so manchen deutschen Film, obwohl er immer nur in Chargenrollen eingesetzt wurde. In Frankfurt war er zuletzt vor Beginn des Krieges auf der Bühne aufgetreten: – im legendären Schumann-Theater am Hauptbahnhof.

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Warmes Essen und Evolution

Gekochtes Essen dient nicht nur der notwendigen Nahrungsaufnahme des Menschen, sondern die Zubereitung selbst ist zu einem Spaßfaktor geworden, dem das Fernsehen einen beträchtlichen Teil seiner Sendezeit widmet. Ob es nun „Die Küchenschlacht” ist, ob „Restaurant-Tester” oder „Der Vorkoster” – schlicht alles, was mit Essen und Trinken zu tun hat, findet den Weg auf die Bildschirme.

Warme Speisen brachten angeblich einen Evolutionsschub…. (Zeichnung: SP) 

Nicht nur Profis kochen in diversen Restaurantküchen was das Zeug hält, auch Millionen von Hausfrauen müssen sich am heimischen Herd mit dem Kochen beschäftigen, dazu werkeln unzählige männliche Hobby-Köche mit Topf und Pfanne. Das „Erwärmen von Speisen” ist zu einem wahren Volkssport geworden. Dieses Warmmachen und das daraus entstandene Kochen sollen dem Menschen sogar den entscheidenden Evolutionsschub gegeben haben.

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Kleinstadtidylle „Aldenberg“

Zeitungsmacher! Das ist das interessante Milieu, in dem  der heitere Roman „Es bleibt natürlich unter uns” spielt. Dieser Tage ist mir das Taschenbuch wieder einmal in die Hände gefallen. In einer eher beschaulichen und fiktiven oberbayerischen Kleinstadt namens Aldenberg läßt Horst Biernath (1905-1978) darin auf unnachahmliche Weise das „Sittenbild” einer Kleinstadt lebendig werden.

Klatsch und Tratsch unter den Dächern… (Foto: Swift Publisher)

Ich beginne in dem schmalen Buch zu blättern, und bin bald vertieft in das Geschehen. Die Figuren werden lebendig und fesseln von der ersten bis zur letzten Seite. Skurrile Geschehnisse reihen sich aneinander, die Menschen scheinen Gestalt anzunehmen und lösen  nachdenkliches Schmunzeln oder gar herzhaftes Lachen aus.

Der schlitzohrige Metzger und Lamm-Gastwirt Xaver Pflanz ist dabei ebenso liebenswert wie der knorrige Zeitungschef Alois Lobmüller oder der etwas tollpatschige und auf Brautschau befindliche Straßenkehrer Martin Schmölz.  Schmunzeln läßt sich auch über Dr. Benjamin Wagenseil, seines Zeichens Direktor des Gymnasiums und passionierter Geflügelzüchter, der mit seinem preisgekrönten Hähnen „Prinz von Plessenburg“ und „Edler von Rottenweiler“ melodramatische Geschichten erlebt.

Nicht zu vergessen die Hauptpersonen. Der junge Redakteur Lothar Lockner, der neu in das Städtchen kommt, und sich sogleich in Jo Klapfenberg verliebt, die als Tochter des Kaufhaus-Besitzers Joseph Klapfenberg eine gute Partie ist, aber auf den leichtlebigen Fred van Dorn hereingefallen ist, von dem sie ein Kind erwartet. Oder der alte Klapfenberg selbst, ein religiöser Eiferer, der sich nicht scheut, aus „moralischen Gründen” das „Zipferl” eines kleinen Buben an einem Brunnen abzusägen. Dazu die im Städtchen sagenumwobene Großmutter, die trotz ihres Alters mit eisernem Willen die gesamte Klapfenberg-Familie regiert.

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Geburt der Stadt Wolfsburg

Der VW-Skandal um die manipulierten Diesel-Abgasnormen bei Millionen von Fahrzeugen der Wolfsburger Autoschmiede hat die Geschichte der Stadt und des Konzerns wieder einmal in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt, wobei in Erinnerung gerufen worden ist, dass der Name der niedersächsischen Autostadt immer noch jung ist.

Aus Fallersleben wurde die bekannte Autostadt Wolfsburg. (Foto: Clipdealer)

Erst am 25. Mai 1945 – also vor gerade einmal etwas über 70 Jahren – beschloss der Gemeinderat auf Drängen der britischen Militärverwaltung, die Siedlung, die seit ihrer Gründung am 1. Juli 1938 bis in den Mai des Jahres 1945 recht sperrig „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben” geheissen hatte, in Wolfsburg umzubenennen. Die Bezeichnung KdF im alten Namen hatte dabei für „Kraft durch Freude” gestanden, der Urlaubsorganisation der so genannten Deutschen Arbeitsfront.

Der neue Name Wolfsburg wurde durch das bereits 1302 urkundlich erwähnte gleichnamigen Schloss inspiriert. Die Siedlung war ursprünglich von den Nazis für die Arbeiter des Werkes konzipiert worden; Hitler selbst hatte den Grundstein für den Wohnort gelegt. Hier wurden dann zunächst Kübelwagen für die Wehrmacht produziert, nebenbei entstanden die ersten KdF-Wagen, die später als VW-Käfer berühmt geworden sind.

Bei Kriegsende 1945 waren 9000 Arbeiter hier beschäftigt, obwohl die Produktion fast völlig zum Erliegen gekommen war. Doch innerhalb eines Jahres gelang es der Belegschaft unter schwierigsten Bedingungen aus alten Lagerbeständen sage und schreibe 11 805 Autos zusammen zu schrauben, die meist an die britische Besatzungsmacht ausgeliefert wurden.

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Untertan im Kalten Krieg

Wenn gelegentlich der Film „Der Untertan” aus dem Jahr 1951 nach dem Roman von Heinrich Mann im Fernsehen zu sehen ist, erinnern sich ältere Zeitgenossen wahrscheinlich an die seltsamen Ränkespiele, die es um diesen Wolfgang-Staudte-Streifen in den Fünfziger Jahren in der Bundesrepublik gegeben hat.

DDR-Nationalpreisträger Werner Peters (Foto: Filmverlag Unucka)

Im Rückblick ist einigermaßen unverständlich, wie sehr die Adenauer-Regierung bemüht war, den Film als „kommunistisch” abzuqualifizieren und jahrelang verhinderte, dass er in die Kinos kam. Dabei wäre der Film dazu angetan gewesen, als Lehrbeispiel für eine aufzubauende, junge Demokratie zu dienen. Doch antikommunistische Ressentiments und der Kalte Krieg zwischen Ost und West standen dem entgegen, so dass die Aufführung des Films mit der absurden Begründung unterbunden wurde, es handele sich um eine „verfassungsfeindliche Publikation”.

Als willfähriges Werkzeug diente in diesem Zusammenhang auch die Freiwillige Filmkontrolle (FSK) in Wiesbaden, die den Film im November 1956 nach einigen Schnittauflagen zwar zuließ, ihn aber im Januar 1957 sogleich wieder aus dem Verkehr zog, obwohl ein den Inhalt verdrehender Vorspann eingefügt worden war.

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Mordfall Rosemarie Nitribitt

Rosemarie Nitribitt, Beruf: Prostituierte, wurde Anfang November des Jahres 1957 – also vor nunmehr 60 Jahren – in ihrer Wohnung in der Frankfurter Innenstadt ermordet aufgefunden. Der Fall sorgte  monatelang für Schlagzeilen, wurde in einem satirisch-kritischen Buch von Erich Kuby verarbeitet und dann mehrmals verfilmt. Warum erregte der Nitribitt-Mord die Öffentlichkeit über die Maßen, da doch unzählige andere Prostituierte davor und danach eher unbeachtet den Tod fanden?

Im 4. Stock dieses Hauses „arbeitete“ Rosemarie Nitribitt (Foto: Clipdealer 2011)

Die Antwort ist wohl in erster Linie in der gesellschaftspolitischen Situation der Bundesrepublik jener Zeit zu finden. Die Nazijahre waren von den Menschen schnell aus dem Gedächtnis verdrängt worden, die Herren in den weißen Westen hatten Oberwasser. Gut Verdienende umgaben sich mit neuem Luxus, wozu bei dem einen oder anderem auch eine „Lebedame” gezählt haben dürfte. Es war die Zeit des so genannten „Wirtschaftswunders”. Innenpolitisch betrachtet waren die Jahre geprägt von Ost-West-Konflikten, Wiederbewaffnung, NATO-Beitritt und Kaltem Krieg (mit KPD-Verbot). Gleichzeitig gab sich die Adenauer-Zeit mit ihrer übertrieben christlichen Attitüde prüde und kleinkariert.

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Höllenritt über Pflastersteine

Höllenritt! Unter dieser Bezeichnung ist das Profi-Radrennen Paris-Roubaix berühmt! Warum? Weil nicht nur über asphaltierte Straßen, sondern auch über brutales Kopfsteinpflaster gefahren wird. Ein Klassiker der besonderen Art. Obwohl das Rennen im April immer noch „Paris-Roubaix” heisst, beginnt das Spektakel schon seit 1977 in Compiègne (rund 80 Kilometer nördlich von Paris), und hat seit langem in der Öffentlichkeit den martialischen Beinamen „Hölle des Nordens” erhalten.

Eine Rüttel- und Schüttelpiste bei Paris-Roubaix. (Foto: Clipdealer)

Ein höchst zweifelhafter Begriff, bezieht er sich doch auf die in dieser Region erbittert geführten Schlachten des Ersten Weltkrieges mit Tausenden von Toten und Verletzten. Selbst wenn das Rennen härteste Anforderungen an Mensch und Material stellt, verbietet sich eigentlich die medial-griffige Bezeichnung von der „Hölle”. Daran ändert auch nichts, dass der Wettbewerb von brutaler Machart ist. Mit den Schrecken des Krieges ist er gleichwohl nicht zu vergleichen. Der Autor gesteht freilich, in früheren Jahren den Begriff gedankenlos ebenfalls benutzt zu haben.

Die Herausforderung ist gewaltig. Platzende Reifen, zerbrochene Räder, geschundene Fahrer sind an der Tagesordnung. Von den rund 250 Kilometern Gesamtlänge führen in der Schlussphase immer zirka fünfzig über Kopfsteinpflaster, das noch aus einer Zeit stammt, als knarrende Pferdefuhrwerke ihres Weges zogen – für sie wurden einst die schweren Quader gelegt, nicht aber für moderne Aluminium- oder Carbonräder.

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Jazzmusiker im Althoff-Bau

Der „Franz Althoff-Bau” im Zoo spielte in der Nachkriegsgeschichte eine überaus bedeutende und oft unterschätzte Rolle im kulturellen Leben der Stadt Frankfurt, denn hier wurde den Menschen in den doch eher trostlosen Jahren des Trümmerwegräumens und Wiederaufbauens unterhaltsame Stunden bereitet –, Stunden, die von den Sorgen des alltäglichen Leben ablenkten. Der Zoologische Garten im Ostend der Stadt und dessen Direktor Dr. Bernhard Grzimek spielen in dieser Geschichte eine höchst interessante Rolle.

Treffpunkt der Künstler war der Althoff-Bau im Frankfurter Zoo (Foto: Clipdealer)

Die Stadt Frankfurt wollte den Zoo nach dem Krieg schließen, doch der geradezu fanatisch-besessene „Tierflüsterer” Bernhard Grzimek griff zu außergewöhnlichen Maßnahmen, um Einnahmen zu erzielten. So ließ er Schauspieler auftreten, woraus später das heute noch existierende Fritz-Remond-Theater entstand, er organisierte Filmvorführungen („Jugendkino im Zoo“), auf dem Gelände des Zoos stand vorübergehend auch eine riesige Achterbahn. Auf dem kleinen Weiher agierte die Garmischer Eisrevue mit der mehrfachen deutschen Meisterin Lydia Veicht, Grzimek ließ Seitänzer auftreten, es gab Jahrmarktsbuden, Hausfrauennachmittage und Modenschauen. Damit bot der Zoo in den tristen Nachkriegsjahren eine unterhaltsame Welt und sicherte zugleich das Überleben der rar gewordenen Tiere.

In dem Buch „Frankfurt und die wilden Jahre” von Richard Kirn und Madlen Lorei heisst es über diese Zeit im Zoo:

„Alles in allem war diese bizarre Welt jahrelang so etwas wie ein letztes Glück in der grauen Stadt.”

In einer Ecke des Geländes gastierten namhafte Artisten über zwei Jahre lang im Cirkus Oskar Hoppe, ehe Hoppe nach Auseinandersetzungen mit Grzimek sein Gastspiel beendete. An seiner Stelle wurde von Zirkusdirektor Franz Althoff ein Festbau errichtet, der aus einer stabilen Holzkonstruktion bestand und rund 3000 Besuchern Platz bot.

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Marie Curie im Strahlenfeuer

An der naheliegenden Überlegung, wie die Welt ohne Marie Curies Entdeckungen heute aussehen könnte, ob es überhaupt Atomkraftwerke und Kernwaffen gäbe, will ich mich erst gar nicht beteiligen. Es ist eine fruchtlose Diskussion, denn hätte Marie Curie zusammen mit ihren Mann Pierre die chemischen Elemente Radium und Polium nicht entdeckt, so ist es doch höchst wahrscheinlich, dass ein anderer Forscher bald nach ihnen fündig geworden wäre, schreitet die Wissenschaft doch ständig voran. Die Zeit war reif…

Marie Curie auf einer Banknote und einer Briefmarke (Fotos: Clipdealer)

2017 wird Marie Curie – am 7. November 1867 als Marie Skłodowska im polnischen Weichselland geboren – mehr noch als in anderen Jahren in den Blickpunkt rücken, denn anläßlich ihres 150. Geburtstages wird es viele Würdigungen geben, was der Leser unschwer auch schon an diesem kleinen Beitrag erkennen kann.

Die berühmte Forscherin, die den überwiegenden Teil ihres Lebens in Frankreich verbrachte, musste  früh ihr Heimatland verlassen, weil die von ihr angestrebte und erhoffte naturwissenschaftliche Ausbildung in ihrer Heimat – zur damaligen Zeit unter Kontrolle des Russischen Zarenreiches –, für Frauen untersagt war. Unter diesen Umständen blieb ihr nichts anderes übrig, als nach Paris zu gehen, wo sie mit – mit Intelligenz und Beharrlichkeit ausgestattet – ab 1891 ihr Studium absolvierte, um sich danach ganz der Forschung in Chemie und Physik zu widmen.

1895 machten die „Röntgenstrahlen” weltweit Schlagzeilen, während eine eher zufällige, aber wichtige Entdeckung von Henri Becquerel fast unbeachtet blieb: Becquerel, Lehrer von Marie Curie, hatte herausgefunden, dass Urankaliumsulfat eine Fotoplatte zu schwärzen vermochte.

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