Apokalypse des Motorsports auf der Rennstrecke Le Mans

Vierundachtzig Menschen sterben, als es beim „24 Stunden Rennen“ in Le Mans zu einem schweren Unglück kommt. Das Inferno auf einer der Tribünen gilt als die  größte Katastrophe des Motorsports und wird als Apokalypse beschrieben. Viele Zeitzeugen haben den Unfallhergang von 1955 beschrieben. Demnach wollte der Engländer Mike Hawthorn – später Sieger des Rennens – mit seinem Jaguar zum Nachtanken an die Boxen, überholte aber zuvor den deutlich langsameren Austin-Healey seines Landsmannes Lance Macklin, zog aber dann unvermittelt vor ihm nach rechts in Richtung der Boxeneinfahrt, die sich direkt neben der Strecke befand.

Blick auf die moderne Rennstrecke von Le Mans in Frankreich. (Foto: Clipdealer)

Um auszuweichen, zog Macklin nach links, von dort kamen mit geschätzten 250 km/h die Mercedes-Fahrer Pierre Levegh und Juan-Manuel Fangio heran. Fangio schaffte es noch, an den Fahrzeugen von Macklin und Hawthorn vorbei zu schrammen, während der Wagen von Levegh ungebremst auf Macklins Boilden prallte. Wegen dessen relativ flacher Bauweise wirkte das Auto wie eine Rampe. Leveghs Gefährt wurde in die Luft geschleudert und flog erst in die Menge auf einem Erdhügel, explodierte in einem Flammenmeer und Trümmerteile des Autos wurden auf die Zuschauertribüne katapultiert. Das Inferno war da…

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Waghalsige Flieger retten die Tscheljuskin-Besatzung

Im Jahr 1934 kam es in nördlichen Eismeer zu einer Rettungsaktion, bei der 104 Menschen von sowjetischen Fliegern aus der Arktis gerettet wurden, nachdem das russische Forschungsschiff Tscheljuskin gesunken war. Die Tscheljuskin war in Kopenhagen gebaut worden und nach einer Skandinavien-Umrundung am 10. August 1933 von Murmansk aus zu ihrer Fahrt durch die nördlichen Eismeere und die Beringstraße nach Wladiwostok führen sollte.

Eisgeschlossen im Eis der Nordmeer, aber doch gerettet… (Symbolfoto: Swift Publisher)

Nachdem die Karasee, die Insel Sewernaja Semlje und der Laptewsee sowie die Ostsibirische See passiert war, wurde das Schiff nahe der Beringstraße vom Eis eingeschlossen und schließlich am 13. Februar 1934, 144 Seemeilen von Kap Uelen entfernt, vom Eis zerdrückt. Die Besatzung und die Wissenschaftler retteten sich auf eine große Eisscholle, wobei ein Mann bei der Evakuierung von einem Balken und herabstürzenden Säcken erschlagen wurde. Nachdem der Untergang von Professor Otto Juljewitsch Schmidt – russischer Naturforscher und Expeditionsleiter – über Funk nach Moskau gemeldet worden war, begann einer der größten Rettungsaktionen der Geschichte.

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