Rennfahrer in der Résistance

Automobilrennfahrer aus Frankreich und England kämpften in der Widerstandsbewegung gegen das Hitler-Regime, darunter Robert Benoist, William Grover, René Dreyfus und Jean-Pierre Wimille. Ein Denkmal für die vielen Aktivisten der Résistance in Antibes erinnert auch an diese Männer.

Statue des Rennfahrers und ersten Monte-Siegers William Grover in Monaco. (Foto: Clipdealer)

Immer wenn das Formel 1-Rennen in Monaco auf dem Programm steht, kommen Erinnerungen an Rennfahrer der Vergangenheit auf, die nur noch in den Geschichtsbüchern aufgeführt sind, deren Leben gleichwohl tiefe Spuren hinterlassen hat – und zwar auf ganz außergewöhnliche Art und Weise. Sie kämpften in der französischen Widerstandsbewegung. Ich rede hier also keineswegs von Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Max Verstappen oder anderen Protagonisten des Rennsports.

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Heimatdichter Stoltze „wohnt“ wieder am Hühnermarkt

Das Denkmal, das an den Frankfurter Humoristen und Heimatdichter Friedrich Stoltze erinnert, steht – wenn auch mit Unterbrechungen – seit Jahrzehnten in der Frankfurter Innenstadt. Seit 21. November 1895 hatte es seinen Platz am Hühnermarkt in der Altstadt zwischen Römer und Dom, doch nach den verheerenden Luftangriffen 1944 musste es abgebaut und eingelagert werden.

Der markante Kopf von Friedrich Stoltze auf dem Hühnermarkt in Frankfurt. (Foto: Oliver Stör)

Das von dem Frankfurter Bildhauer Friedrich Schierholz im Stil der Neo-Renaissance entworfen Denkmal wurde erst 1981 wieder aufgestellt. Hinter  der Katharinenkirche auf dem Friedrich-Stoltze-Platz, nahe der Hauptwache. Doch seit 2018 ist es wieder an seinen ursprünglichen Platz an den Hühnermarkt zurückgekehrt. Stoltze ist also wieder zu Hause, und das im wahrsten Sinne des Wortes, steht er doch nur wenige Meter vom Rebstock entfernt, einem Gasthof, den sein Vater betrieb, und in dem Stoltze von 1816 bis 1833 seine Kindheit verbrachte.

Friedrich Stoltze, diesen vielseitig engagierten Schriftsteller, Journalisten, Humoristen, Heimatchronisten und Revolutionär (1816-1891) in diesem Zusammenhang umfassend zu würdigen, wäre eine echte Herkulesaufgabe – keinesfalls kann das hier in einen kurzen Beitrag erledigt werden. Nur einige Sätze können an dieser Stelle an den Frankfurter erinnern, der Zeit seines Lebens sich mit Worten einmischte, wann immer es ihm notwendig erschien, und der sich immer wieder mit den herrschenden Politikern anlegte. Stoltze war immer und stets ein unbeirrbarer Feuerkopf.

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Tausend Meilen in alten Kisten

Aus dem legendären Straßenrennen „Mille Miglia“ wurde nach dem Verbot im Jahr 1957 eine Oldtimer-Rallye, die immer noch über 1000 Meilen von Brescia nach Rom und zurück führt. Im Gegensatz zu früher ist nicht Geschwindigkeit, sondern nur noch Gleichmäßigkeit gefragt. Stoppuhren sind die wichtigsten Helfer.

Karawane der Mille Miglia 2014 in der Toskana. (Foto: Clipdealer)

Mitte Mai, Brescia, Italien. Menschen schlendern durch die meist sonnigen Straßen, in den Cafés herrscht reges Treiben, die Stadt ist überfüllt, es ist wieder einmal Mille Miglia-Zeit. Auf Hochglanz polierte Rennwagen, die alle im Originalzustand sein müssen und einst an den höchst gefährlichen Straßenrennen über 1000 Meilen in den Jahren zwischen 1932 und 1957 teilgenommen haben müssen, sind zu bewundern, wenn die historische Oldtimer-Parade, die Fans mit der Zunge schnalzen lässt: Oh ja, Bella Macchina!

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Hopalong Cassidy reitet elegant durch 65 Western von gestern

Ganz am Anfang der Filmgeschichte – etwa von 1903 (Der große Eisenbahnraub) bis Mitte der 30er Jahre – bestand das Genre des us-amerikanischen Wildwestfilmes aus einfachen Bausteinen. Es wurde geschossen und geritten, es gab Gute und Böse (Indianer allemal), lärmend überfüllte Salons mit Klaviergeklimper und Pokerrunden, natürlich Falschspielerei mit folgendem Schusswaffengebrauch, raffgierige Rancher und Cowboys auf galoppiernden Pferden. Aus diesen Versatzstücken wurden schlichte Streifen wie am Fließband auf die Leinwände gebracht. Western von gestern…

Drei Programme zu Hopalong Cassidy-Filmen. (Fotos: Filmverlag Christian Unucka)

Bekannte Hollywood-Regisseure wie John Ford, Cecil B. de Mille und George Marshall schufen Ende der Dreissiger Jahre jedoch Western, die mit sozialpolitischen Tönen aufwarteten. Cecil B. de Mille drehte 1939 Die Frau gehört mir (Union Pacific) mit Joel McCrea und Barbara Stanwyck über den von Raubrittern und Spekulanten begleiteten Eisenbahnbau in den USA. John Ford erzeugte mit Höllenfahrt nach Santa Fe (Stagecoach, Ringo) nicht nur den Weltstar John Wayne, sondern ein Drama über die Verlorenheit der Menschen in der trostlosen Einsamkeit einer feindlichen Umwelt.

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