Schicksale aus „jenen Tagen“

Lange Zeit genoss der deutsche Nachkriegsfilm bei manchen Historikern keinen besonders guten Ruf; nicht immer zu Unrecht –: zu viele dünne Revuefilme, schnulzige Heimatschinken und Lustspiel-Klamotten hatten den Weg auf die Leinwände gefunden. Ich selbst habe jedoch andere Erinnerungen an diese Endvierziger und Fünfziger Jahre, weil sich oft sah, dass sich Filmschaffende nach 1945 durchaus ernsthaft mit Krieg und Nazi-Zeit auseinander setzten. Heute gibt es unter Cineasten längst ein differenzierteres Bild des deutschen Filmschaffens, wozu auch Helmut Käutners Film In jenen Tagen beigetragen haben dürfte.

Ein Auto in einsamer Nacht: – Erzählungen über 12 Jahre Dunkelheit. (Symbolfoto: Clipdealer)

Es gab auch viele andere Filme, die sich des Themas annahmen. Einige davon habe ich als junger Mensch gesehen. Schon die drei ersten Filme, die nach 1945 gedreht wurden, befassten sich mit der Nazizeit. „Die Mörder sind unter uns” (Wolfgang Staudte, sowjetische Zone), „Und über uns der Himmel” (Josef von Baky, britische Zone) und „Zwischen gestern und morgen” (Harald Braun, amerikanische Zone) boten dabei unterschiedliche Ansätze (und Ergebnisse). Bakys „Und über uns der Himmel” schien mir am wenigsten geeignet, die Problematik tiefergehend zu beleuchten. Weiterlesen