Donna Leon entdeckt Brunetti

Alle Jahre erscheint ein Kriminalroman der in Venedig lebenden Schriftstellerin Donna Leon. Hauptfigur ist der venezianische Commissario Guido Brunetti, der sich als redliche Haut täglich mit Kriminalität und Korruption in der von Kanälen und Lagunen durchzogenen morbiden Stadt beschäftigen muss. 

Am Canale Grande in Venedig ist Commissario Brunetti zu Hause. (Foto: Swift Publisher)

Venedig bildet mit seinen engen Gassen, den farbenprächtigen Palästen, den Kanälen und den Gondolieres einen funkelnden Hintergrund für die Fälle des sympathischen, aber gleichwohl unbequemen Brunetti. Der Commissario schätzt guten Wein und mediterranes Essen; er ist anständig und humorvoll, verzweifelt indessen immer wieder an seiner korrupten Umwelt.

Innerhalb der Familie kann Brunetti auf seine intelligente Ehefrau Paola – sie ist Dozentin für englische Sprache – sowie auf seine Tochter Chiara und Sohn Raffi zählen. Beruflich gibt Brunetti immer sein Bestes, um Verbrecher jeder Art zu überführen. Die Palette reicht von einfachen Mord und Totschlag bis hinein in die feinsten Verästelungen von Wirtschaftskriminalität und Korruption.

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Wissenschaftsstadt Darmstadt

Darmstadt, etwa 30 km südlich von Frankfurt am Main und rund 50 Kilometer nördlich von Heidelberg gelegen, ist eine bunte und vielfältige Stadt an den Toren zu Odenwald und Bergstraße. Kunst, Wissenschaft und Raumfahrt sind große Erlebniswelten in der Stadt. Der Fünffinger- oder auch Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe in Darmstadt  ist eines der hübschen Wahrzeichen der südhessischen Stadt zwischen Heidelberg und Frankfurt.

Der Fünffinger- oder Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe. (Foto: Clipdealer)

Wer als gebürtiger Frankfurter südlich von „Mainhatten” wohnt, hat die Qual der Wahl, wenn es um’s großstädtische Einkaufen oder unterhaltsames Verweilen geht. Weil der Weg nicht allzu weit ist, wird mehr und mehr Darmstadt – und immer weniger Frankfurt – als Ziel für einen Bummel zum Shoppen oder Schauen gewählt, denn von Mörfelden-Wallorf aus führt die Straße an Gräfenhausen vorbei direkt in das nördliche Darmstadt, nicht mehr als zehn Kilometer Wegstrecke.

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Zehn Spronser „Wasserpfützen“

Im Grunde genommen sind es ja nur kleine Pfützen, aber zusammen doch eine Gruppe von zehn Gewässern: Die Spronser Seen nordwestlich von Meran in Südtirol. Es ist zugleich die bedeutendste und auch größte hochalpine Seenplatte Europas. 

Oft nur kleine Pfützen… (Foto: Clipdealer)

In einer Höhe zwischen 2100 und 2500 Metern liegen diese Spronser Seen im Herzen der Texelgruppe, dem südlichen Teil Ötztaler Alpen. In hochalpinen Landschaft gibt es reichlich Schnee im Winter und manchmal finden sich selbst im Hochsommer noch Reste der weißen Pracht an den Ufern, was ein wahrer Glücksfall für das im Tal liegende Meran ist, werden doch die Kurstadt und einige der umliegenden Gemeinden von hier aus mit Trinkwasser versorgt.

Interessante Wandertouren gehen an den Seen vorbei und sind ein abenteuerliches Erlebnis, wobei Schwindelfreiheit und Trittsicherheit Voraussetzung sind, geht es gelegentlich doch auch über haarige Pfade und Kanten, die mit Stahlseilen gesichert sind. Diese Bergtour erfordert auf jeden Fall Ausdauer und Durchhaltevermögen, ist sie doch mit rund neun Stunden Auf- und Abstieg (einschließlich Rast) kein Pappenstiel. Weniger Geübte sollten das berücksichtigen.

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Chaplins „Lichter der Großstadt“

Drei Jahre lang werkelte der Komiker an seinem Film Lichter der Großstadt, feilte an jeder Szene und jedem kleinen Detail, verzweifelte fast, wenn etwas nicht so klappte, wie gewünscht, kämpfte wie ein Berserker um jeden Gag – und heraus kam ein Meisterwerk der Filmkunst. 

Lichter einer Großstadt. (Symbolfoto: Swift Publisher)

Daran wurde ich erinnert, als mir ein uraltes Buch aus dem Jahr 1953 auf einem Flohmarkt in die Hände fiel: „Paradies Amerika” aus dem Berliner Aufbau-Verlag. Der legendäre Prager Journalist Egon Erwin Kisch berichtet darin unter anderem über einen Besuch bei Charlie Chaplin in Hollywood, als dieser gerade  City lights (Lichter der Großstadt) dreht…

Aber was heisst hier dreht!? Nein, Chaplin dreht nicht einfach, er tüftelt, arbeitet, verwirft, hat neue Ideen, probiert, lässt Szenen unzählige Male wiederholen, fragt Kisch Löcher in den Bauch, ist entsetzt und deprimiert, als der Reporter einige Gags nicht versteht. Verzweifelt versinkt er in seinem Stuhl, vergräbt die Hände im Gesicht und murmelt: „Wir müssen alles neu drehen!”.

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Prachtboulevard La Rambla

Eine der berühmtesten Stadtstraßen der Welt ist die La Rambla in Barcelona.  Sie führt direkt vom Hafen, wo das Columbus-Denkmal steht, zum Plaça de Catalunya im Zentrum oder natürlich umgekehrt. Der besondere Charakter dieses Boulevards  besteht in seiner einmaligen Vielfältigkeit. 

Beginn der La Rambla am Columbus-Denkmal. (Foto: Clipdealer)

In die Schlagzeilen gekommen ist die Straße im Spätsommer 2017 durch einen verheerenden Anschlag. Das darf und kann natürlich  nicht davon abhalten,  ihren Reiz und ihre Schönheit zu beschreiben.  

Bei einem beruflichen Informationsbesuch steht eine gedrängte Besichtigungstour auf dem Programm, wobei uns unser Begleiter und Dolmetscher Ramon „sein” Barcelona näher bringt. Erst blicken wir vom Mont Juic, dem Hausberg Barcelonas, auf die Dächer der Stadt; wir schlendern später durch das Gotische Viertel im alten Zentrum; besuchen den Hafen und das Tortre Agbar, ein modernes, 142 Meter hohes Bürogebäude an der Avinguda Diagonal.

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Wostotschny oder Baikonur

Das jüngst eröffnete und weiter im Bau befindliche russische Kosmodrom Wostotschny im Amurgebiet des Fernen Ostens hat seine ersten Starts erlebt. Beide verliefen nicht problemlos. Im April 2016 musste der Flug einer Sojus-Rakete wegen eines technischen Fehlers um einen Tag verschoben werden, im November 2017 arbeiteten Bodeneinrichtungen und Träger einwandfrei, doch verfehlte der an Bord befindliche Satellit sein Ziel.

Aufbruch im Kosmodrom Wostotschny. (Symbolfoto: Swift Publisher)

Wer über das neue Wostotschny schreibt, muss zwangläufig erst einmal auf Baikonur eingehen. Dieses „Baikonur” war am 2. Februar 1955 durch Beschluss des sowjetischen Ministerrates beim Dörfchen Tjuratam in der unwirtlichen Steppe Kasachstans als „Versuchschießplatz Nr. 5 des Ministeriums für Verteidigung” entstanden.

Damals ahnte niemand, dass dieser Ort in den folgenden Jahrzehnten als Kosmodrom Baikonur zu weltweitem Ruhm gelangen würde: – und auch von Katastrophen nicht verschont blieb. Im Oktober 1960 verloren bei der Explosion der Interkontinentalrakete R 16 zahlreiche Menschen ihr Leben. Die Angaben über die Zahl der Opfer schwanken noch heute. In verschiedenen Veröffentlichungen werden zwischen 74 und 156 Tote genannt.

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Gartenzwerge Laurel & Hardy

Unvergessen ist das Komikerpaar Stan Laurel und Oliver Hardy, das auch im deutschsprachigen Raum als „Dick und Doof“ viele Millionen von Menschen begeisterte. Ihr Ruhm ist immerhin noch so bedeutend, dass sie neuerdings sogar als „Gartenzwerge” vermarktet werden. Doch haben die Komiker das verdient? Im Grunde genommen nicht, denn Laurel und Hardy waren keine billigen Witzfiguren, sondern Künstler hohen Ranges, auch wenn der von ihnen offerierte Klamauk das nicht immer sichtbar werden ließ. 

Laurel und Hardy sind auch als Schmuckfiguren für Gärten sehr beliebt. (Foto: Clipdealer)

Bei aller vordergründigen Effekthascherei machte das gelegentliche nachdenkliche Innehalten und der oftmals eher hintergründige Humor den Erfolg des Duos aus, das immerhin 106 gemeinsame Produktionen (79 Kurzfilme, 27 Spielfilme) zwischen den Jahren 1926 und 1951 auf die Beine stellte.

Obwohl sie nicht mehr zu den klassischen Komikern der Stummfilmzeit gehörten, übernahmen sie viele Elemente in ihre Tonfilme. Vielleicht gerade deshalb rangierten Laurel und Hardy in der Beliebtheit deutlich vor Abbott und Costello (USA) oder Pat und Patachon (Dänemark).

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Marie Curie lebt höchst gefährlich

Die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie (Physik und Chemie) wurde vor über 150 Jahren geboren. Ein Blick auf das Leben der Forscherin, deren Porträt Banknoten und Briefmarken zierten, und deren Geburtshaus in Warschau zu einem Museum wurde, fördert interessante Aspekte zutage. Zum Beispiel auch die Tatsache, dass Marie Curie zeitlebens den gefährlichen und tödlichen radioaktiven Strahlen ausgesetzt war.  

Das Geburtshaus von Marie Curie in Warschau, heute ein Museum.(Foto: Clipdealer)

An der naheliegenden Überlegung, wie die Welt ohne Marie Curies Entdeckungen heute aussehen könnte, ob es überhaupt Atomkraftwerke und Kernwaffen gäbe, will ich mich gleichwohl erst gar nicht beteiligen. Es ist eine fruchtlose Diskussion, denn hätte Marie Curie zusammen mit ihren Mann Pierre die chemischen Elemente Radium und Polium nicht entdeckt, so ist es doch höchst wahrscheinlich, dass ein anderer Forscher bald nach ihnen fündig geworden wäre, schreitet die Wissenschaft doch ständig voran. Die Zeit war reif…

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