Goldene Tage im Meraner Land

Südtirol ist immer eine Reise wert. Im Herbst, wenn die Obsternten anstehen, wird der Landstrich von Touristen und Erholungsuchenden  bevölkert. Eine besondere Attraktion für die vielen Gäste sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff.  Und egal über welche Straße man auch anreist, ob über Reschenpass, Brenner-Autobahn oder Jaufenpass – im Meraner Land samt Etschtal  fühlt sich der Besucher gut aufgehoben.

Ein Kleinod in Meran sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. (Foto: Oliver Stör)

Als ich das erste Mal über den Brenner und von dort über Sterzing (Vipiteno)  und den Jaufenpass in die mittelalterliche Stadt Meran komme, empfängt mich ein herrlichen Sonnentag im „Goldenen Oktober” 1985. Die Kurstadt begrüsst mich freundlich und aufgeschlossen. Ein erster, schmackhafter Cappucino auf der Terrasse des Hotels Aurora an der Kurpromenade mit Blick auf die rauschende Passer weckt sogleich Sympathie. Die Jahre gehen dahin und die Zeit verrinnt. Nach 1985 bin ich immer wieder nach Meran gefahren, manchmal über die Autobahn, Ausfahrt Bozen Süd, gelegentlich auch über Reschenpass und das lange Tal des Vinschgaus.

Die Stadt erlebe ich in diesen Jahren sowohl im milden Frühling als auch im heißen Sommer, meistens aber im golden schimmernden, sonnigen Herbst. Es sind erholsame Tage zwischen all den Bergen, auch wenn es wetterbedingt natürlich auch trübe Stunden im Etschtal gibt. Im April fasziniert die Obstblüte, im Oktober die Apfel- und Traubenernte – dazu das Meraner Traubenfest natürlich. Gerne ein Glas Rotwein.  Und das milde Klima ist ohnehin eine lockende Versuchung.

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